Vater unser im Himmelreich

Abendgottesdienst in der     Neuen St. Nicolai-Kirche

1. Oktober 18.00 Uhr         Waldschmidtstraße 116    

                                      60314 Frankfurt


Tanz in der Kirche Christophorus Tanzprojekt

        vom Beten

           Wahrhaftigkeit

     Martin Luther

Musik   Martin Luther   Arvo Pärt


Wenn aus einer meditativen Erfahrung mit Gott, Ritual und reine Tradition wird, höhlen wir Inhalte aus und entleeren die Sinnhaftigkeit im Gebet. Das Gebet entflieht uns. Wir müssen uns mühen wieder zu uns zu finden, sei es im Tanzen, sei es im Singen und letztendlich sei es im Gebet. Dieses Mühen heißt sich Zeit zu nehmen für eine neuerliche Auseinandersetzung mit unserem ehrlichen Verhältnis zu Gott. In diesem Dialog mit uns, unseren Mitmenschen und Gott finden wir wieder dann zu einer Wahrhaftigkeit, die dieser Entleerung entgegentritt. Wenn es so einfach wäre! Denn trotz allen Glaubens und innerer Überzeugung werden wir unerträglichen Stillstand erleben, aber wir werden auch sehen, dass die Welt sich für uns und insgesamt auch wieder bewegen wird hin zu in einer Welt mit Jesus Christus und Gott unserem Vater im Himmelreich. 


                                                          Unterstützt von der Nicolai-Stiftung

 

 

 

 

 

Projekte

Seit 1992 besteht das Tanzensemble Christophorus Tanzprojekt  Rund 110 mal wurden die 6 Produktionen in Kirchen, auf Theaterbühnen und Festivals aufgeführt. Ohne sich auf einen Tanzstiel festzulegen, setze ich, Birgit Nitsch, hierbei biblische und religiöse Themen in Bewegung um.

 

 

 

 

 

 

 

 

Christophorus Tanzprojekt 

Chichester Psalm

 

Chichester Psalms, ist eine rund 25 minütige Choreographie zur Musik von Leonard Bernstein. Die Inhalte der Psalmen visuell und audial stärker zu erfahren, schafft eine Intensität, wie es Worten alleine nicht gelingt.

 

Fröhlich dem Leben zugewandt schauen wir in der tänzerischen Auseinandersetzung auf eine uns überfordernde, von wirtschaftlichen und politischen Krisen geprägte Welt. Hoffnungsvoll und im Vertrauen auf Gott erwarten wir eine bessere Zukunft. Der Chichestersuite liegen sechs Psalmen zugrunde.  

 

Im Rahmen dieses Projektes arbeite ich mit Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Lebenssituationen. Mit den Inhalten der Psalmen, wie Geborgenheit, Begleitung und Trost, aber auch Verständnis für Menschen fremder Herkunft, möchte ich bei den jungen Tänzerinnen durch die künstlerische Auseinandersetzung und bei den Zuschauern Verständnis für ihre Umwelt und Mitmenschen wecken.

 

Dieses Projekt wurde gefördert von der EKHN Stiftung und dem Kulturamt Frankfurt.

 

 

 

 

 

 

 

Wiesbadener Tagblatt 10. November 2012

Birgit Nitsch und ihr Ensemble führt die "Chichester Psalms" in der Matthäusgemeinde auf     von Anja Baumgart-Pietsch

 

Nur mit kleinen schwarzen Hockern als Requisiten, ansonsten ganz auf die Ausdruckskraft der Bewegung aufbauend, nutzen die Mädchen den ganzen Raum der Kirche.

 

Foto: Ralf Bräuer

 

 

 

Schon vor zwei Jahren in Hochheim sollte es das allerletzte Mal sein, dass Birgit Nitsch mit ihrem Ensemble aus jungen Tänzerinnen ihrer Ballettschule die "Chichester Psalms" aufführte. Doch man habe sie einfach nicht aufhören lassen, sagt die Frankfurter Tanzlehrerin und Choreografin, die bereits mit mehreren Werken im sakralen Kontext auf sich aufmerksam machte. Zu begeistert waren die Kirchengemeinden, bei denen Nitsch und ihr junges Ensemble gastierten, es sprach sich herum, wie sehr sie den Gottesdienst mit dem ungewöhnlichen Mittel des Tanzes bereichern konnten.
Die "Chichester Psalms" sind ein weniger bekanntes Werk von Leonard Bernstein, eine für ein jährlich stattfindendes Musikfestival in der südenglischen Kleinstadt Chichester Anfang der 1960 Jahre komponierte Suite. "Ich habe diese Musik vor längerer Zeit in einem Konzert gehört und war tief beeindruckt", sagt Birgit Nitsch. Sie ließ sich davon inspirieren, mit besonders engagierten Ballettschülerinnen aus ihrer Frankfurter Tanzschule eine Choreografie zu entwickeln, bei der es ihr auch auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Psalmentexten ankam. Dabei ist das Gefühl der Hoffnung ihr Leitmotiv.
Das Projekt beeindruckte auch die Stiftung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, die es fördert. Birgit Nitsch möchte Gottesdiensten einen gestalterischen Aspekt geben, indem sie biblische und religiöse Themen mit Mitteln des klassischen und modernen Balletts umsetzt. Seit September 2009 haben weit über 2000 Menschen die Gelegenheit genutzt, diese besonderen Gottesdienste zu besuchen.
In der Bibel hat der Tanz einen wichtigen Platz. So wird überliefert, dass König David einen freudigen Tanz vollführte, und im alten Testament ist zu lesen "Tanzen hat seine Zeit".
Ergreifende Texte
Die Chichester Psalms von Leonard Bernstein eignen sich mit ihrer unterschiedlichen, vom Jazz geprägten Rhythmik und den ergreifend gesungenen hebräischen Psalmtexten hervorragend für tänzerische Interpretation. Die Psalmen erschließen sich dabei als Texte und Lieder voller Lyrik und Poesie, die Buße, Sühne, Angst, Vertrauen, Hoffnung, Geborgenheit, Begleitung und Trost zum Thema haben. "Die Tänzerinnen tanzen frei mit ihren Händen. Wir bekommen wieder Handlungsspielräume bis zur Handlungsfreiheit. Die Tänzerinnen tanzen frei mit ihren Füßen. Wir bekommen Bewegungsspielräume bis zur Bewegungsfreiheit", schreibt Nitschs Ehemann Ralf Bräuer zu der Produktion.
Freude beim Zuschauen ist sicher - "vielleicht darf man aber auch ein bisschen traurig sein, vor allem wird aber eine Perspektive aufgezeigt durch Kinder und Jugendliche, denen die Zukunft die Welt und das Himmelreich offen stehen", so Bräuer.

 

Christophorus Tanzprojekt      

Engel - Bilder im Tod und im Leben  

 

Dieses Projekt zeichnet Engelbilder und – erfahrungen. Nicht die gängigen Bilder von barocken Putten oder weiß gewandeten Engelfiguren mit großen Flügel werden tänzerisch umgesetzt, sondern Lebenssituationen in denen machtvolle Figuren Menschen begleiten, Wege weisen, Gottes Willen verkünden und ausführen. 

Die Menschen stehen im Zentrum des Tanzes, denen Engel einerseits ihrem menschlichen Fehlverhalten druckvoll entgegenhalten, andererseits ihrer Depression entgegentreten.

Getanzt wurde zu der Musik von Benjamin Britten, Variations on a theme of Frank Bridge, Op. 10.

 

Christophorus Tanzprojekt  O du fröhliche

        

Die drei Themen des Liedes, die verlorene Welt, der auferstandene Christus ist erschienen und der Himmel öffnet sich über uns, werden vertanzt. Dem 180 Jahre alten romantischen Weihnachtslied werden Bilder der verlorenen Welt, unserer Welt, die von Hektik, Stress und Unruhe bestimmt werden, entgegengestellt, ohne selbst moralisch darüber stehen zu wollen. Um die Überspannung der Weihnachtszeit aufzuzeigen, integriere ich Elemente der Gebärdensprache. Zum Ende können die Zuschauer in der Strophe „Himmlische Heere jauchzen dir Ehre“ mit der Aussage der Himmel öffnet sich uns, eine zeitgemäße Weihnachtsbotschaft, somit auch Trost, finden.

 

Getanzt wurde zu einer Choralimprovisation des Weihnachtsliedes  

„O du fröhliche“ von Adalbert Meier.